Bei Wind und Wetter an der Küste ! Es gab halt keinen Plan B ;-)

Donnerstag fiel uns dann auf das noch irgendwie die passende Rolle fehlen würde. Also kurzerhand nochmal ein paar Läden abgeklappert und was schönes ausgesucht.  Fündig wurden wir mit der Shimano Technium 3000 SFD. Zwar sehr pflegebedürftig, aber mit dem „easy maintenance“ system ausgestattet. Wie sich dieses bewährt, wird sich noch zeigen. Ansonsten zeichnen die Rollen das leichte Gewicht, geringe Größe und ein seidenweicher Lauf aus.


Bespult mit 0,25 Stroft ABR sollte die Kombo nun einsatzfähig sein.



Am Freitag ging es los. Wir waren mit 2 sehr guten Freunden verabredet. Der Eine hatte gerade die Prüfung zum Fischereischein bestanden, der Andere war noch nie angeln und wollte einfach mal mit. An der dänischen Küste angekommen, erklärte ich kurz die Basics und dann ging es schon ans Wasser. Nach ein paar Würfen wussten dann alle was sie zutun hatten und ich begann mit den ersten Würfen mit meinem neuen Schwabbelstock. Einige Zeit später hing schon der erste Fisch am Haken. Gefühlt nicht der schlechteste und von den Kopfschlägen her, würde ich auch auf den Zielfisch tippen. Ich freute mich schon riesig als der nächste Ruck durch die Rute ging. Entweder hatte ich einen Schweinswal in der Seite gehakt oder ich hing in der Krautkante fest.


Den ersten Fisch also in der Krautkante verloren. So ein Mist.

Dann passierte lange nichts bis ich ein leises „Fisch! Ich glaube es ist Fisch“ hörte. Bei „Mr. Fischereischein“ hing was am Haken. Ein paar Kopfschläge weiter verschwand aber auch dieser Fisch, ohne das wir ihn zu Gesicht bekamen.


Erst mit der Dämmerung passierte dann noch mal etwas. Die Köhler kamen! Ich hatte diverse Bisse und konnte einen Köhler landen. Auch Melli konnte einen Köhler überlisten. Damit waren unsere Ruten eingefischt!


Aber da war ja noch .... RICHTIG „Mr. blutiger Anfänger“.

Als wir uns noch freuten legte „Mr. blutiger Anfänger“ 2 schöne Köhler auf die Schuppen.

Zwar nicht ganz der Zielfisch, aber immerhin Fisch.


Ziel erfüllt ! Und das freut mich tatsächlich riesig. Ein „Neuer“ ist nun mit diesem tollen Hobby infiziert und wird uns demnächst hoffentlich häufiger begleiten ;-)


Leider gibt es von dem Freitag keine tollen Bilder. Die Fangbilder haben wir im dunkeln gemacht und sehen aus wie Ollek und Bollek beim Nachtangeln. Trotzdem ein klasse Tag!





Am Samstag sollte es mit Marc einen ganzen Tag an die dänische Küste gehen.

Also ging es Morgens auch gleich los. Da wir erst etwas später los konnten, wollten wir uns direkt am Wasser treffen. Auf dem Weg dorthin bekamen wir schon diverse Nachrichten von Marc. Erfreulich war, dass er von 2 Minidorschen berichtet hatte. Er war also bereits entschneidert und Fisch war am Platz. Zwar auch hier wieder nicht der Zielfisch, aber egal.


Nach einem gemeinsamen Frühstück (mit den besten Roastbeef-Brötchen der Welt) ging es dann ab ins Wasser. Wir befischten diese Stelle sehr intensiv. Bis Marc dann die erste Meerforelle drillte. eine kleine ca. 35cm Meerforelle zeigte sich kurz. Sie wurde gekonnt von Marc released ;-)


Leider blieb es bei dieser Einen. Der Wind wurde stärker und wir wollten die Stelle wechseln!



Am nächsten Spot konnte ich einen schönen 50+ Dorsch landen. Wir versuchten ein paar Unterwasserbilder, wollten den schön gezeichneten Leoparden aber nicht zu lange aufhalten und releasten ihn schnell wieder. Leider sind die Bilder nicht so optimal geworden. Trotzdem möchte ich euch den Fisch nicht vorenthalten ;-)


Da sich danach nicht mehr viel tat wechselten wir noch ein paar Mal die Stellen. Leider ohne den gewünschten Fisch. Am Ende landeten wir wieder an Spot Nr. 1 um das zweite Auto abzuholen.  Der Wind hatte sich gelegt und so machten wir noch ein paar abschliessende Würfe.


Bei Melli blieben dabei noch 2 Köhler und ein 56cm Dorsch hängen. Petri mein Schatz !




Tolle Aufnahme von Melli ! Alle drei zusammen ;-)



Mittlerweile ist es Sonntag. Heute sollten wir dann Pia Kaulbarschbube bei Oma & Opa abholen. Die Chance in meiner alten Heimat noch ein wenig zu Fischen. Die deutsche Ostseeküste zwischen Flensburg und Kappeln sollte eine geeignete Stelle für uns parat haben. Gesagt getan. Am Spot angekommen wurden wir von Regen und ordentlich Wind begrüßt. Aber wir standen auch schon bei schlechteren Bedingungen und mehr Wind am Wasser (Gestern zum Beispiel) ;.-)


Nach den ersten Schritten am Wasser war mir klar. HIER MUSS FISCH SEIN. Jemand hatte die perfekte Stelle gekennzeichnet !


Leider konnten wir keinen Fisch überzeugen, das unser Köder wirklich lecker ist. Wir blieben heute Schneider. Nachdem Wind & Regen immer stärker wurden, brachen wir die Tour ab und entschieden uns für einen warmen Tee. Die Watjacken konnten der Regenflut nicht mehr standhalten.







Abschliessend bleibt mir nur zu sagen, das sich die neue Rute und Rolle wirklich gut am Wasser gemacht haben. Einzig der Rollenhalter an der Daiwa Rute wirkt billig und wäre verbesserungswürdig. Aber das Gesamtkonzept passt.



Ich freu mich schon auf die nächsten Touren an die Küste, aber auch eine Barsch & Hechttour steht noch an.


Danke Marc, für die Bilder. Übrigens spielt Marc in der letzten Zeit sehr viel mit seiner neuen Unterwasser-Kamera rum. Ein paar wirklich tolle Bilder sind dabei rausgekommen. Guckt sie euch doch mal auf Facebook an und hinterlasst ein like ;-)


UNTERWASSERBILDER




tight lines



André Kaulbarschbube